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Moin moin!Leider sind die Tage zu kurz für all das, was ich gern täte. Wie ich schon auf der Eingangsseite schreibe, gibt es viele Dinge, die mich interessieren und mit denen ich mich gern beschäftige. Da ich immer gefragt werde, wie ich als Deutsche mit englischem Namen nach Griechenland geraten bin, möchte ich mich hier mal kurz etwas gründlicher vorstellen. Die Frage "wo ich ursprünglich herkomme" lässt sich nicht so einfach beantworten. Ich bin gut geplant - "made in Africa" - und für die Geburt nach England geflogen worden - meine Eltern haben damals in Ghana gelebt und mich so getimed, dass ich während ihres England-Urlaubs zur Welt kommen sollte. Geboren wurde ich also am 08. Januar vor ca. 40 Jahren (ich werde alt!! ;-)) in Wokingham in England, einem kleinen Ort, den ich nie wiedergesehen habe. Mein Vater ist Engländer, was man ja meinem Nachnamen entnehmen kann (auch wenn dieser eigentlich schottisch ist). Ich bin NICHT mit Tony verwandt. Früher habe ich mich gefreut, dass man endlich meinen Nachnamen buchstabieren konnte, heutzutage ist Tony nicht mehr allzu beliebt... So dann ging es weiter: Nachdem Klein-Martina die Malaria, Amöbenruhr usw. überlebt hatte und fast auch von einer gefährlichen Giftschlange gebissen wurde, wurde es meinen Eltern zu bunt und sie zogen wieder nach England zurück. Dort lebten wir ein paar schöne Jahre in Fleet, Hampshire, bis mein Vater ein Stellenangebot aus Japan bekam. Mit 7 zogen wir dann nach Japan - ähm meine Eltern waren da natürlich schon etwas älter ;-) - und mein Bruder 5 Jahre jünger als ich. Dort blieben wir 3 aufregende Jahre, zogen dann nach England zurück für ca. 2 Jahre und als ich ca. 12 war, zogen wir dann nach Deutschland (alles wegen der Karriere meines Vaters). So hatten wir eigentlich mit Hannover nichts zu tun, meine Mutter kommt aus Münster/ Westfalen, wo auch der überwiegende Rest meiner deutschen Familie, die ich sehr selten sehe, lebt. In England habe ich noch einige sehr wenige Verwandte, die ich (leider) noch seltener sehe. In England war ich 1996 das letzte Mal, auf einem sehr aufregenden 5-tägigen London-Trip (nicht wahr, Ilka Z.?). In Japan haben mein Bruder und ich fast nur Japanisch miteinander gesprochen, das wir beide fließend konnten, aber leider mit den Jahren wieder vergaßen. Da ich erst auf einer amerikanischen Schule war und dann erst mit etwa 8 auf die Deutsche Schule Tokio wechselte, damals also die deutsche Sprache nur sehr lückenhaft beherrschte, waren die 3 Jahre in Tokio schon etwas anstrengend. Dann der kurzzeitige Wechsel nach London (Richmond) und der endgültige Umzug nach Deutschland, einer für mich wiederum eigentlich fremden Kultur. Mit 13-14 war ich also ziemlich entwurzelt und froh, auf die (ruhige) letzte Mädchenschule Hannovers gehen zu können, wo ich dann auch mein Abitur machte. Die Schule hat mir wenig Spaß gemacht, mich aber nicht allzu viel Mühe gekostet; ich musste in meinen Augen viel unnützes Zeug lernen, an das ich mich heute beim besten Willen nicht mehr erinnere. Ich kann mich leider immer nur an Dinge erinnern, die mich auch interessieren, und die ich verstehe. Trotz allem habe ich "planmäßig" das Abitur gemacht. Leider wusste ich nicht, was ich danach werden sollte, bzw. hatte nicht das Selbstbewusstsein um durchzusetzen, was ich am liebsten gemacht hätte. Ich wollte gern ins Hotel, oder Psychologie studieren, oder, was ich im nachhinein so denke: ich hätte Informatik studieren sollen. Aber das hätte ich mir nie zugetraut und insofern diesen Gedanken nicht mal zugelassen - obwohl ich sehr früh schon Interesse an Computern entwickelte und sogar die Sprachen Basic und Pascal damals ziemlich mühelos und gern gelernt habe. Na ja, letztendlich hat es mich ja doch dorthin verschlagen, wo ich immer hin wollte - wenn auch auf Umwegen -, nämlich ins Hotel, und nebenbei beschäftige ich mich ja viel mit Computerzeug - mit großer Leidenschaft! Das Internet hat meine Lebensqualität um 100% verbessert und ich frage mich heute oft, ob es wirklich eine Zeit gegeben hat, in der es kein Internet gab. Ich bin nach dem Abi nach Bremen gezogen, um "Wirtschaftswissenschaften" zu studieren - ein Gräuel. Aber es war ein "Wischiwaschistudiengang" mit dem "man ja später vieles machen kann". Nebenbei habe ich beim Otto Versand in der Kundenbetreuung gearbeitet - und dort habe ich das meiste gelernt, was wirklich wertvoll ist. Wir wurden dort richtig geschult und ich habe sehr viel gelernt, was mit Dienstleistung zu tun hat. "Der Kunde ist König" und wie reagiert man, wenn ein Kunde sauer ist, usw.! Das andere nützliche (ich sage immer, das nützlichste, was ich je gelernt habe ;-)) ist Schreibmaschine schreiben zu können. Das habe ich mir, wie das Webdesign, auch selbst beigebracht. Na und diese paar Zutaten und ein paar Jahre Erfahrung in Griechenland in "meiner" Pension, die ich mit meinem Ex geführt habe, ergeben doch ein ganz gutes Gesamtergebnis, denke ich. Womit wir wieder zurück zum Thema kämen, um das hier auch endlich zu Ende zu führen. Ich habe das Studium dann abgebrochen und eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandels-Kauffrau und nebenbei zur Betriebswirtin gemacht. Obwohl dieses ganze theoretische Wissen mir meiner Meinung nach auch nicht wirklich wichtig ist (s.o.). Na egal, in Deutschland ist es wichtig, eine abgeschlossene Berufsausbildung zu haben und etwas vorweisen zu können. Da kann man natürlich wieder fragen, wozu ich das jetzt brauche, da ich in Griechenland lebe, aber das wusste ich ja damals noch nicht. Ich bin mit 24 nach Paros in den Urlaub gefahren - es war mein 2. Griechenlandurlaub, ich war also schon "infiziert", wie Griechenlandfreunde es so nennen - und habe dort Sakis kennen gelernt, den Vater von Lydia. Mit 25 bin ich nach Paros ausgewandert, aber nicht wirklich mit dem Vorhaben, zu bleiben; mein Endziel war eigentlich Australien, aber ich bin auf Paros hängen geblieben. Dann bin ich mit 26 für ca. 1,5 Jahre wieder zurück nach Deutschland - eine lange Geschichte -, nur um dann mit 27 endgültig nach Griechenland, zurück zu ziehen. Das war 1997. 2003 kam dann Lydia Miriam zur Welt. Leider haben wir uns 2005 getrennt, als Lydia noch nicht einmal 2 war, aber das ist auch wieder eine sehr lange Geschichte. Weil ich mich aber schon so eingelebt hatte in Griechenland und Lydia den/dem Vater nicht entziehen wollte, versuchte ich nun hierzubleiben und mich unabhängig zu machen. Nun sieht es also so aus, dass ich mit Lydia allein lebe - und es sehr genieße. Nie wieder möchte ich für einen Mann die Putzfrau und Köchin sein, nur weil ich eine Frau bin. Ich habe zwar einen neuen Freund, kann mir aber so überhaupt gar nicht vorstellen, meine neue Freiheit aufzugeben, um mit ihm zusammen zu ziehen... vielleicht ist das einfach nicht wirklich mein Ding. Wie viele Dinge tut man im Leben, weil man es einfach so macht, ohne das gesellschaftlich Übliche in Frage zu stellen. Uns geht es meistens prima - aber nicht immer, dazu aber an anderer Stelle mehr. Wir bewohnen ein schmuckes kleines Häuschen und freuen uns über unsere Tiere (ich war schon immer eine große Tierfreundin) und unsere Unabhängigkeit. Und die schöne Natur um uns herum. Ich bin kein Stadtmensch So jetzt habt ihr ein Bisschen eine Vorstellung davon, wer ich bin, wer mich denn noch nicht kennt ;-). Ein Thema, das mir am Herzen liegt, ist - Achtung schwerer Stoff folgt! - Depressionen. Leider bin ich nach Lydias Geburt an einer Wochenbettdepression erkrankt, die lange unerkannt blieb und viel zu spät behandelt wurde. Da ich am eigenen Leib erleben durfte, was das immer noch für ein Tabu ist, und wie schwierig die Genesung davon ist, möchte ich hier ein paar Worte dazu loswerden... Dafür geht es hier weiter. |
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zuletzt upgedatet am
04.05.2010 22:04
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